Blog der Bildagentur F1online

Rechteseminar am 20.03.2014 in München

17. Februar 2014 · von Mario


Bilder in der Unternehmenskommunikation sind unser Schwerpunkt diese Seminars. Denn immer mehr Unternehmen und auf Kundenzeitschriften spezialisierte Verlage gehen dazu über, eigene digitale Bildarchive mit Bildern, die sie über Werbeagenturen, Bildagenturen oder andere Quellen bezogen haben, anzulegen und selbst zu verwalten. Diese Bilder werden dann für eigene redaktionelle Nutzungen und  Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen eingesetzt. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. So können sich die Kommunikationsverantwortlichen auf Style und Bildsprache einigen, einen guten Überblick behalten und durch schnellen Zugriff den Workflow optimieren.

 

• Welche Bildquellen kommen dafür in Frage, welche Nutzungsrechte muß man vorab klären?
• Darf ich Bilder meiner Mitarbeiter oder die Bilder der Firmen-Jubiläumsfeier auf meine Website oder auf Facebook stellen?
• Kann ich das Bild meines Lieferanten in Anzeigen verwenden?
• Welche Bilder darf man wie benutzen und worauf muss man achten, um rechtliche Konflikte und Abmahnungen zu vermeiden?

Unser juristischer Referent, Rechtsanwalt und Autor zu Urheber- und das Datenschutzrecht, Thomas Schwenke wird diese und andere Fragen für Sie beantworten. Sein Buch „Social Media Marketing & Recht” gehört zu den Standardwerken zum Thema. In der vierstündigen Veranstaltung geht es um die Rechte neben dem Urheberrech, die zu klären sind, bevor ein Bild in der Unternehmenskommunikation intern wie extern eingesetzt werden kann. Bildquellennachweise, Impressumspflicht auf Websites und im Social Media Bereich und die Nutzungsbedingungen vermeintlich freier Bilder werden ebenfalls Inhalte des Seminars sein.Ein Guide zu effektiver Bildrecherche und den marktüblichen Lizenzmodellen und natürlich Antworten auf ihre Fragen runden die Veranstaltung ab.

Termin:
Donnerstag, 20.03.2014

 

Ort:
Kater Mikesch
Thierstrasse 10/nähe Isartor
80538 München

Preis:
275.- €  für Kunden von F1online und Strandperle
228.- €  ab drei Personen pro Unternehmen
10% Frühbucherrabatt bis 03.03.2014
328.- €  für Nicht-Kunden
alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer
 
Das Seminar findet von 10 bis 14 Uhr statt, inklusive einer 20-minütigen Kaffeepause mit kleinen Snacks, danach findet eine offene Diskussionsrunde statt.

Um sich anzumelden, reicht eine kurze Email an info@f1online.de mit dem Betreff "Bildrechte-Seminar München 2014“.

Fragen beantworten wir gerne auch telefonisch: 069-800 69 0

 

 

 

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Ball rund, Ringe bunt! Na und?

05. Februar 2014 · von Mario

Die olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi beginnen am 7. Februar und auch in diesem Sommer erwartet uns ein fantastisches sportliches Großereignis, die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Selbstredend wird in dieser Zeit wieder reichlich sportbezogenes Bildmaterial benötigt, sowohl im redaktionellen, wie auch im werblichen Kontext. Die rechtlichen Grundlagen für eine ordentliche Lizenzierung dieser Art Bilder unterscheiden sich im Großen und Ganzen nicht sehr vom geltenden  Urheber-, Persönlichkeits-, Marken-  und Verwertungsrecht. Einige Besonderheiten gibt es jedoch schon. Der Rechtsanwalt und Buchautor Thomas Schwenke, Spezialist im Urheber- und Datenschutzrecht, hat uns in einem exklusiven Interview einige Fragen zu diesem vertrackten Thema beantwortet.



Offizielles Logo oder einfach nur bunte Hula-Hoop-Reifen?

 


Da es sich jedoch um internationale Megaveranstaltungen handelt, bei denen der  IOC oder die FIFA auch in Lizenzierungsangelegenheiten das Sagen hat, Spitzensportler exklusive Werbeverträge mit offiziellen und nicht offiziellen Sponsoren und Partnern  abschließen und exklusive Sende- und Berichterstattungsrechte vergeben werden, sollte man jedwede Form einer Bildnutzung sicherheitshalber auf rechtliche Unbedenklichkeit überprüfen. Ganz besonders auch bei einer viralen Nutzung von Bildern und Filmen, die ja, so könnte man meinen, extra zum Teilen und Posten produziert wurden. Denn manchmal ist der Ball etwas kantiger, als es einem Bildnutzer lieb ist.


In diesem Zusammenhang steht auch unser Blog-Beitrag Die Herren der Ringe, für den wir uns schon einmal mit diesem Thema intensiver befasst haben. Nutzen Sie die Kommentarfunktion in unserem Blog oder wenden sich an unsere Sales-Abteilung, sollten noch nicht alle Ihre Fragen zu den Möglichkeiten und Fallstricken bei sportlichen Bildlizenzierungen beantwortet sein.

 



INTERVIEW

F1online: Darf ich als nichtoffizieller Partner/Sponsor der WM oder der Olympischen Spiele offizielle virale Beiträge einfach nutzen, indem ich sie teile oder etwa in meinem Blog verlinke?
 
RA Th. Schwenke: Das Verlinken, also reines Verweisen auf fremde Beiträge, sehe ich als unproblematisch. Auch das Teilen von offiziellen Artikeln oder Videos, z.B. auf der Facebook-Seite ist zulässig. Das gilt ganz besonders, wenn diese von den offiziellen Stellen selbst bei Facebook eingestellt werden oder über Social Media Sharing Buttons zum Teilen auffordern (z.B. Facebook, Google+, Twitter).

 


Copa Brazil 2014, ein Sambamärchen!


 
Allerdings muss das Verlinken und Teilen neutral geschehen, d.h., man darf nicht den Eindruck erwecken, selbst Sponsor der Olympischen Spiele oder der WM zu sein oder wirtschaftlich mit den offiziellen Stellen oder Sponsoren zusammenzuhängen. Ebenso wäre es verboten, die Beiträge für eigene Werbezwecke zu instrumentalisieren. So dürfte ein Shop-Anbieter in einem Blog-Beitrag  den Hinweis auf sein Winterjackenangebot nicht mit eingebundenen Videos der Winterspiele bebildern.


 
F1online: Der Ball ist rund!, Vor dem Spiel ist nach dem Spiel!, Das Wunder von Bern!, Sommermärchen 2006. Darf ich Wortzitate, die zuweilen sogar in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind, im Sinne des Zitatrechts nutzen?
Gibt es da einen Unterschied zwischen werblicher, also kommerzieller, und einer redaktionellen Nutzung?
 
RA Th. Schwenke: Solche kurzen Worte oder Sätze sind grundsätzlich nicht urheberrechtlich geschützt. Daher dürfen sie auch ohne Beachtung der Voraussetzungen des Zitates verwendet werden und deren redaktionelle und kommerzielle Nutzung ist insoweit zulässig. Bei kommerzieller Nutzung ist jedoch das Markenrecht zu beachten. So können diese Aussagen als Marken oder als Titel von Werken (z.B. "Das Wunder von Bern" für einen Film) geschützt sein, was mit einer Markenrecherche vor deren Verwendung zu prüfen ist.

 


F1online: In diesem Zusammenhang möchte ich vielleicht auch historisches Bild- oder Filmmaterial verwenden, auf dem gegebenenfalls historische offizielle Logos, offizielle Medaillen und die Helden der Vergangenheit zu sehen sind, z.B. Pelé, Franz Beckenbauer oder Rosi Mittermaier mit ihrer prächtigen Medaillensammlung. Gibt es Unterschiede zwischen redaktioneller  und werblicher Nutzung? Welche Rechte muss ich da berücksichtigen? Und wer ist gegebenenfalls mein Ansprechpartner bei Lizenzfragen?
 
RA Th. Schwenke: Zunächst gilt sowohl für die redaktionelle, wie auch für die kommerzielle Nutzung, dass die Rechte an den Bildern zu klären sind. Da Fotografien als so genannte "Lichtbildwerke" bis zu 70 Jahre nach dem Tod der Urheber geschützt sein können, können auch noch alte Aufnahmen den urheberrechtlichen Schutz genießen. Grundsätzlich ist bei Aufnahmen von Personen auch deren "Recht am eigenen Bild" zu beachten. Jedoch gibt es davon eine Ausnahme, wenn die Aufnahme im Rahmen eines, für die Öffentlichkeit bedeutenden, Ereignisses entstanden sind. Von dieser Bedeutung ist bei internationalen Sportevents auszugehen, so dass die Abbildungen der teilnehmenden Sportler auch ohne deren Einwilligung veröffentlicht werden dürfen. Ebenfalls dürfen die in diesem Rahmen sichtbaren Logos und Embleme ohne Einwilligung zumindest redaktionell verwendet werden.

 


So sähe die Sportwelt ohne Logos und Embleme aus: Laaangweilig!


Einschränkungen gibt es jedoch für die kommerzielle Nutzung. Wie schon bei der ersten Frage, erstreckt sich die Berechtigung nur auf eine berichtende oder kritisierende, d.h. redaktionelle Nutzung. Wer die Abgebildeten und deren Embleme für Werbezwecke einsetzen möchte, muss deren Einwilligung und die der Logo/Emblem-Inhaber einholen, d.h., der erste Ansprechpartner ist das jeweilige Bildarchiv, das die Bilder anbietet. Da ist zu prüfen, ob kommerzielle Nutzungen inbegriffen sind, bzw. zusätzlich erworben werden können. Ist das nicht der Fall, müssen das Management der Athleten und die Lizenzstellen der jeweiligen Veranstalter und Verbände kontaktiert werden.


 
F1online: Ich möchte ein Sportstätte abbilden, beispielsweise eine Luftaufnahme eines der WM-Stadien in Brasilien. Offizielle Logos wären dabei jedoch nicht zu sehen. Darf ich das?
 
RA Th. Schwenke: Zunächst ist dafür das Recht der Länder zu prüfen, in denen die Stadien stehen. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass für die Dauer der Sportevents spezielle Verbote erlassen werden, wie sie es z.B. mit der "FIFA-Bannmeile" zur WM 2006 in Deutschland gab.



Maracana Stadion, Rio de Janeiro



Ausgehend vom deutschen Recht wären zumindest die Luftaufnahmen nicht zulässig, da sie nicht von der urheber- und eigentumsrechtlichen Panoramafreiheit gedeckt werden. Diese erlaubt Aufnahmen von fremdem Eigentum und Werken der Architektur nur von der öffentlichen Straße, sowie ohne Hilfsmittel, also nicht von der Luft aus, d.h. sowohl für die redaktionelle, als auch für kommerzielle Nutzung muss die Aufnahme vorab genehmigt werden, solange sie nicht von der Straße aus erfolgt. Das gilt auch für Luftbildaufnahmen, die dazu dienen, die konkreten Veranstaltungsorte nicht nur als Teil der Ortschaft, sondern im Detail abzubilden oder einen Blick in deren Inneres gewähren, der von der Straße aus nicht möglich wäre.


 
F1online: Fussball spielende Kinder in einer brasilianische Favela würden sich gut in meiner Kampagne machen. Die Bilder wurden im öffentlichen Raum geschossen und die Kids haben sich sogar gefreut, dass sie fotografiert wurden. Die Kampagne erscheint in Deutschland, also ganz weit entfernt, und ich gehe davon aus, dass es die abgebildeten Mini-Ronaldos sogar stolz machen würde, auf diese Art für ihr Land und den Fussball zu werben. Kann ich das einfach machen? Und gibt es auch da einen Unterschied zwischen werblicher und redaktioneller Nutzung?
 
RA Th. Schwenke: Hier spielt das Recht am eigenen Bild eine Rolle. Das Prinzip, dass die Veröffentlichung von Abbildungen einer Person nicht ohne deren Einwilligung erfolgen darf, ist weltweit bekannt. Jedoch weicht dessen Reichweite von Land zu Land ab, so dass man sich als Fotograf immer für jedes Land gesondert informieren sollte. Grundsätzlich ist gegen solche Fotos nichts zu sagen, wenn die Kinder nur als Teil einer in der Öffentlichkeit spielende Gruppe abgebildet werden.


Nur die mit dem roten Kreuz gekennzeichneten Bälle verwenden!



Sollen die Bilder jedoch für kommerzielle Zwecke verwendet werden, z.B. eines der Kinder soll auf einer Produktverpackung oder Broschüre abgebildet werden, sollte dies ausdrücklich von dessen Erziehungsberechtigten genehmigt werden. Ansonsten besteht die große Gefahr, dass Schadensersatzforderungen seitens der Eltern gestellt werden. Das passiert immer dann, wenn sich jemand wirtschaftlich ausgebeutet fühlt und eine Schadensersatzklage Aussicht auf Erfolg verspricht. Das Risiko ist zwar geringer, wenn der Minderjährige aus dem Ausland kommt, aber man weiß nie, ob die Familie nicht zufällig Kontakte nach Deutschland hat und sich über diese an einen hiesigen Anwalt wenden wird.

 

 

F1online: Auf dem Bildmaterial sind Sportgeräte, z.B. Wettbewerbsfußbälle, zu sehen. Reicht das Entfernen von Logos oder das Umfärben von Trikots für eine legale Nutzung aus? Und dann gibt es da noch die offiziellen Wort-und Bildmarken der verschiedensten Verbände, z.B. 2014 FIFA World Cup Brazil™. Wie gehe ich damit um?
 
RA Th. Schwenke: Bei Werbemaßnahmen, die sich an offizielle Ereignisse, Marken und Logos anlehnen, spricht man auch von "Ambush Marketing", also Marketing aus dem Hinterhalt. Besteht die Gefahr, dass jemand solche Abwandlungen mit offiziellen Marken & Logos verwechselt oder ein Unternehmen deswegen fälschlicherweise für einen offiziellen Sponsor hält, so spricht dies für einen Wettbewerbs- oder Markenverstoß. Es gibt zwar sogar das "Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen", dessen Einhaltung von den Rechteinhabern mit Argusaugen überwacht wird.


One world, one dream, one cash box!

 


So dürfen z.B. die Olympischen Ringe als Symbol nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Das gilt auch für Eigennamen oder Marken wie FIFA. Anders kann es bei allgemeinsprachlichen Bezeichnungen, aussehen. So ist der Begriff "WM 2010" allgemeinsprachlich beschreibend und daher nicht als Marke schützbar. Allerdings wurde dies erst nach langem Instanzenzug durch den Bundesgerichtshof entschieden.
 
Sicher ist nur, wer sich an die offiziellen Guidelines hält, wie z.B. die "FIFA PUBLIC GUIDELINES for use of FIFA’s Official Marks". Darüberhinaus sollte jedes Unternehmen sorgfältig rechtlich prüfen lassen, ob sich das Risiko anlehnender Werbung lohnt. Denn ein Instanzenzug wie im Fall von "WM 2010" kann durchaus hunderttausend Euro kosten.


Unser Dank geht an Herrn RA Schwenke für das Interwiew. Dessen Buch „Social Media Marketing & Recht” ist 2012 im O´Reilly Verlag erschienen.

 

 

 

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FAQ-Lexikon: M wie Model-Suche

27. Januar 2014 · von Sabine

Ob bei redaktionellen Nutzungen oder für Anzeigenserien, die Anforderungen an Model-Fotos können verschiedener nicht sein. Da geht es nicht immer nur um bloße Schönheit oder um den schnellen Effekt. Sehr oft werden Bildserien eines bestimmten Models verlangt, die in verschiedenen, teils ganz einfachen und authentischen, Lebenslagen fotografiert wurden und die einer längeren Kampagnenlaufzeit standhalten  können, je nach Mediaplanung und Briefing.

Ein Beispiel: Ihre Stichwortsuche bei F1online liefert Tausende von Model-Bildern. Sie konnten bereits eine Vorauswahl für „Mann Business“ eingrenzen. Ihre Suche ist noch nicht nicht verfeinert.


1. Erstes, noch nicht verfeinertes Suchergebnis


 

 


Ihr Kunde findet einen Kerl, nennen wir Ihn Mr. Smart, vom Typ her perfekt. Nun werden Bilder von Mr. Smart in einem etwas anderen Setting nachgefordert. Etwas mehr casual wäre auch nicht schlecht. Bei F1online gibt es eine wunderbare Möglichkeit, sich den Bildbestand dieses bestimmten Models anzeigen zu lassen. Dafür benötigen Sie nur einen einfachen Klick: Weitere Bilder dieses Models.

 

2. Hier klicken: Weitere Bilder des Models

 

 

3. 278 Bilder dieses Models





4. Alternativ kommen Sie zum gleichen Ziel in der vergrößerten Vorschau über Modelserie


 

 

Sie können für Mr. Smart jetzt eine Lightbox erstellen und speichern. Diese Lightbox können Sie mit Ihrem Kunden teilen, als PDF, ZIP oder als einfachen Link. Das Thema Lightbox-Erstellung und Verwaltung wird unser nächster Thema in unserem FAQ-Lexikon sein.

Sollten Sie dazu Fragen haben, stehen wir Ihnen natürlich gerne und jederzeit auch telefonisch zur Verfügung.

 

 

 





Ein turbulentes 2013 geht zu Ende

19. Dezember 2013 · von Mario

Kurz vor Weihnachten hat es dann doch noch mit einer neuen Regierung in Deutschland geklappt: die GroKo, das Weihnachtsgeschenk der Politiker an uns Bürger, sozusagen. Man darf gespannt sein, was das der digitalen Kultur und Wirtschaft, der Netzpolitik und dem Urheberschutz bringt.

Die Bilderflut hat auch 2013 nicht abgenommen. Wir, das Team von F1online, werden Ihnen auch 2014 einen Weg durch die unendlichen Bildwelten ebnen, sei es durch unsere neue Bildsuche oder durch unsere persönliche Bearbeitung nach Ihrem Briefing.?? Auch unsere Weiterbildungsangebote, die wir gemeinsam mit Strandperle aus Hamburg anbieten, führen wir 2014 fort. Unser nächstes Seminar wird übrigens im Februar in München stattfinden: „Stockfotos in der Unternehmenskommunikation“. Dies richtet sich an Unternehmen und betreuende Agenturen, sowie an Verlage, die Kunden- und Mitgliederkommunikation verwalten. Neben der internen Verwaltung von Content, sind Urheberrechte im Zusammenhang mit Internet und Social Media ein Schwerpunkt. Wer möchte denn schon gerne abgemahnt werden?

 


Unsere traditionelle Weihnachtsaktion Ärzte ohne Grenzen ist und bleibt uns wichtig. Die Flüchtlingen aus Syrien und die Opfer des aktuellen Konflikts in der Zentralafrikanischen Republik beispielsweise stehen nicht im Rampenlicht der Spendengalas. Hier hilft Ärzte ohne Grenzen auch effektiv und eben ohne Schranken. Wir hoffen, dass viele von Ihnen diese großartige und überparteiliche Organisation wieder mit uns unterstützen.



Ein ganz großer Dank geht auch an das F1online-KIVA-Team. Mehr als 10.000 USD sind in fünf Jahren für ca. 400 Existenzgründungen und Existenzsicherungen zusammengekommen. Ihr seid toll. Mehr davon!

An Heiligabend und an Silvester gönnen wir uns auch eine kleine Auszeit, zwischen den Jahren sind wir wie gewohnt erreichbar. Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Rutsch und wir freuen uns auf ein schönes 2014 mit Ihnen.

Herzliche Grüße,
Sabine Pallaske

 

 





So, oder so ähnlich - Die neue Ähnlichkeitssuche bei F1online

11. Dezember 2013 · von Mario

Ein Interview mit Prof. Dr. Kai U. Barthel zu den Schwierigkeiten und Lösungsansätzen bei der computergestützten Ähnlichkeitssuche von Bildern.

Woher soll ein Computer wissen, wann Bilder aus einer Masse von mehreren Millionen, ähnlich sind? Welche Parameter kann man nutzen, um ein Suchergebnis zu erhalten, dass sich wirklich sehen lassen kann? Angetrieben von diesen beiden Kernfragen entwickelte Prof. Dr. Barthel mit seinem Team aus Spezialisten für Bildverarbeitung und Bildkompression ein Suchprinzip, welches außergewöhnlich gut zu funktionieren scheint. F1online hat die Neuentwicklung von Pixolution aus Berlin als erste digitale Bildagentur in ihre Bildsuche implementiert.

(A) Die Ähnlichkeit beider Bilder ist eindeutig.

 

 

Welche Bilder sind für einen Mensch ähnlich, welche für einen Computer?

Menschen beschreiben Bilder nach ihrem Inhalt nach dem „Sinn“ des Bildes. Computer hingegen sind aktuell noch weit davon entfernt, Bilder inhaltlich zu verstehen. Bis jetzt ist es nur möglich, Bilder mit ähnlichen Farbverteilungen, Texturen oder Kantenverläufen etc. zu finden. Die Bildsuchfähigkeiten eines Computers sind in etwa so gut ausgeprägt wie die eines stark kurzsichtigen Bildredakteurs, der ohne Brille ins Archiv geht, um Bilder zu suchen. Bilder, die von ihrem Aussehen her eindeutig sind, lassen sich recht gut finden (A). Häufig werden allerdings auch Bilder gefunden, die zwar ähnlich aussehen, aber unterschiedliche Dinge darstellen (B). Bilder, die unterschiedlich aussehen, aber ähnliche Dinge zeigen, werden vom Computer nicht gefunden (C).

 


(B) Ähnliches Aussehen, unterschiedliche Dinge.

 

 

Warum gestaltet sich die Suche nach ähnlichen Bildern so schwierig?

Die Menge an digitalen Bildern steigt permanent, Agenturen bieten Millionen von Bildern an, die niemand mehr vollständig überblicken kann. Sucht man dann nach einem bestimmten Bild, so erfolgt dies meist mit Schlagwörtern. Dabei gibt es folgendes Problem: Wird nur ein einziges Schlagwort verwendet, erhält man meist eine extrem große Ergebnismenge. Verwendet man dagegen mehrere Schlagwörter, so werden häufig nur noch sehr wenige Bilder gefunden. Grundsätzlich gibt es solche Bilder natürlich, jedoch sind sie nicht exakt mit den Begriffen dieser Suchanfrage verschlagwortet. Dies ist das eigentliche Problem der Bildsuche mit Schlagwörtern: Man findet entweder fast alle Bilder oder gar keine!


(C) Ähnliche Dinge mit unterschiedlichem Aussehen.

 


Was macht ihre Technologie für F1online so interessant?

Pixolution hat eine sehr leistungsfähige visuelle Bildsuche entwickelt, die als einzigartige Besonderheit die Kombination von visueller Bildsuche und Schlagwortanalyse hat. Dadurch werden die Vorteile beider Verfahren vereint: Es werden visuell ähnliche Bilder gefunden, und durch die Analyse der Schlagwörter kann sichergestellt werden, dass die gefundenen Bilder nicht nur ähnlich aussehen, sondern auch passenden Inhalt haben. Grundsätzlich funktioniert dieses Verfahren sehr gut. Es erfordert allerdings, dass die Verschlagwortung der Bilder angemessen erfolgt ist. Zu wenige oder zu viele bzw. falsche Schlagwörter können das Ergebnis verschlechtern.

 


Wie geht’s weiter, was können die Kunden noch erwarten?

Hier sind drei Entwicklungen zu nennen: Zum einen entwickeln wir unsere visuellen Bildsuchtechnologien permanent weiter, so dass diese immer präziser werden. Zum zweiten entwickeln wir Vorschlagsysteme. Unserer Bildsuchsystem lernt Beziehungen zwischen Bildern. Damit können dem Nutzer automatisch noch besser andere Bilder vorgeschlagen werden, die gut zu seiner Suchintention passen. Als drittes werden neue Präsentationsformen der Bilder entwickelt: Anstelle „langweiliger“ Bildlisten zum Scrollen, werden andere Visualisierungen ermöglicht. Mit sortierten Bildern in einem zwei- oder dreidimensionalen Raum können große Bildmengen gezielt erkundet werden.

+++

 

Zur Person Prof. Dr. Kai U. Barthel:
Er ist Professor für „Visual Computing“ an der HTW Berlin. Zuvor hat er sich in Berliner Firmen mit Bildverarbeitung beschäftigt. An der TU Berlin promovierte er über fraktale Bildkompression und am Institut für Nachrichtentechnik waren er und sein Team an der JPEG-Standardisierung beteiligt. Heute ist er, als Mitbegründer und Vordenker der Berliner Pixolution GmbH, einer der führenden Wissenschaftler im Bereich computergestützer Bildverarbeitung. Pixolution arbeitet eng mit dem HTW Berlin zusammen.

 

 

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