Blog der Bildagentur F1online

Mit Spam in Google Analytics möchten wir ein Thema anschneiden, dass zur Abwechslung mal nichts direkt mit F1online, Bildern oder Bildrechten zu tun hat, Sie vielleicht aber trotzdem betrifft. Wie viele andere Websites auch, setzen wir Google Analytics ein, um einen Überblick über die Websitenutzung zu erhalten. Bei Durchsicht der Berichte sind wir in letzter Zeit auf ein komisches Phänomen gestoßen. Vielleicht ist auch Ihre Website davon betroffen? So finden sich unter Akquisition > Alle Zugriffe > Verweise: Quellen wie buttons-for-website.com, semalt.semalt.com oder hulfingtonpost.com. Bei uns haben diese Besuche eine hohe Absprungrate, die Herkunft dieser Verweise konnten wir uns nicht erklären.

 

Was machen diese Verweise in meiner Google Analytics Statistik?

Die Frage lässt sich schnell beantworten, es ist eine Form von automatisch generiertem SPAM. Die Verweise werden wahrscheinlich durch sogenannte Botnetze generiert. Das Ziel ist Besucher auf diese Websites zu locken. Ein direkter Schaden entsteht erst mal nicht, dennoch werden Ihre Statistiken verfälscht.

Semalt zum Bespiel beschreibt sich selber als kostenloser und kostenpflichtiger SEO Service, auf der Website findet sich auch eine Möglichkeit, die eigene Domain von den automatisierten Besuchen abzumelden. Scheinbar führt eine Abmeldung jedoch genau zum Gegenteil. Mehr dazu finden Sie in diesem englischen Beitrag.

 

Wie entferne ich diese Verweise aus Google Analytics?

Das ist zum Glück schnell gemacht, jedoch müssen Sie Zugriff auf die Verwaltung von Google Analytics haben. Klicken Sie in der dritten Spalte: Datenansicht auf: Filter.

 

Erstellen Sie dort einen neuen Filter. 

 

Geben Sie dem Filter einen Namen, z.B. SPAM, wählen Sie dann Filtertyp: Benutzerdefiniert. Als Filterfeld wählen Sie Kampagnenquelle. Das Filtermuster muss als regulärer Ausdruck (siehe Wikipedia) eingegeben werden. Um Semalt, button-for-website und hulfingtonpost.com auszuschließen, geben Sie folgendes ein .*semalt\.com|buttons-for-website\.com|hulfingtonpost

Wollen Sie weitere Websites ausschließen, fügen Sie diese wie folgt an: |www\.domain\.tld

Bevor Sie auf Speichern klicken, testen Sie den neu erstellten Filter. Wenn er richtig erstellt wurde, sehen Sie eine Tabelle mit auszuschließenden Zugriffen.

Von ,Website3 Kommentare



Martin N. schrieb am May 10, 2015

Hallo Gunnar, diese Lösung ist sehr unflexibel. Einfacher geht es über 'Einstellungen der Datenübersicht' und hier unter 'Bots herausfiltern'. Denn Google kennt das Problem und hat selbst eine Liste der vielen Bots zusammengestellt. Es wird z. B. auch über buttons-for-your-website.com oder best-seo-solution.com zugegriffen.

Gunnar Lieb schrieb am May 11, 2015

Hallo Martin,

die Einstellung 'Bots herausfiltern' ist bei uns aktiviert. Leider wird diese Liste nicht regelmäßig aktualisiert oder aus irgendeinem anderen Grund funktioniert das nicht richtig zuverlässig.

Wir kommen um eine manuelle Ausschlussliste also nicht herum.

Andreas Schüler schrieb am Jun 15, 2015

Hallo Gunnar,

man kommt in der Tat nicht um den manuellen Ausschlussfilter herum. Die Pflege dieses Filters kann man sich aber deutlich vereinfachen, wenn man sich zunächst um die Ghost Referrers kümmert, die den überwiegenden Teil des Referrer Spams ausmachen. Das geht am besten mit einem Hostnamen-Einschließen-Filter, der nur die für Deine Website validen Hostnamen in die Analytics einschließt, also sämtliche Domains, die du unter der jeweiligen Tracking ID betreibst. Zusätzlich empfiehlt es sich, googleusercontent.com einzuschließen, um auch diejenigen Besucher zu tracken, die auf gecachte Seiten zugreifen oder den Google-Übersetzer benutzen.

Die Einstellung "Bekannte Bots und Spiders ausschließen" hilft nicht gegen Spam – sie bezieht sich auf regelkonform arbeitende Bots (wie z.B. googlebot).

Die Verweis-Ausschlussliste ist als Filter nicht sinnvoll, da sie im Gegensatz zu deinem Filter nicht gegen Kampagnenquelle, sondern gegen Verweis filtert und bei Referrer Spam ins Leere läuft.

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